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BRUST OPERATIONEN

Bei einer Brust-Operation handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff, mit dem das Erscheinungsbild der Brüste in Größe, Form oder Fülle harmonisch verändert wird. Bei einer Brustvergrößerung wird entweder Eigenfett oder ein Implantat unter das Brustgewebe oder die Brustmuskulatur gesetzt.

Bei einer Brustverkleinerung wird das Volumen der Brust reduziert. Mit einem Brust-Lifting lassen sich Formveränderungen der Brust korrigieren, so dass diese anschließend harmonischer und ästhetischer wirken.

Die mit Abstand verbreitetste Art einer Brust-Operation ist die Brustvergrößerung. Diese zählt mit weltweit rund 1.6 millionen jährlichen Operationen zum beliebtesten ästhetischen Eingriff. 83% der Frauen entscheiden sich dabei für Implantate und nur 17% für eine Brustvergößerung mit Eigenfett.

Hauptursachen für diesen Eingriff sind oftmals eine kleine oder asymmetrische Entwicklung der Brüste. Veränderungen der Brustgröße und -form im Laufe des Lebens durch Schwangerschaften oder Gewichtsverlust können ebenfalls behoben werden.

Neben ästhetischen Gründen können auch rekonstruktive Zwecke (Mastektomie nach Brustkrebs) zur einer Brust-Operation führen.

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BRUST-IMPLANTATE

Brustimplantate bieten einen wohlgeformten und vollen Busen. Es wird eine dauerhafte Vergrößerung und Neuformung der Brust ermöglicht, welches der Trägerin mehr Weiblichkeit und Sex-Appeal schenkt und das Selbswertgefühl steigert.

Die bekannteste und bevorzugte Art von Brustimplantaten sind Silikonimplantate. Diese enthalten einen Kern aus speziellem Silikongel, welches eine weiche, aber dennoch formstabile Struktur aufweist. In ihrer Konsistenz ähneln diese der Beschaffenheit einer natürlichen weiblichen Brust. Umgeben ist das Gel von einer mehrschichtigen Hülle aus polymerisiertem Silikonkautschuk, welches sich in der Oberflächenbeschaffenheit unterscheiden kann. So sind glatte, texturierte als auch aufgerauhte Oberflächen möglich. Texturierte oder rauhere Implantate haben den Vorteil, dass diese besser am Gewebe haften.

Unsere beiden Partnerkliniken verwenden ausschließlich Markenimplantate von B-Lite, Mentor und Motiva, welche über die weltweit höchsten Qualitätszertifikate verfügen. Diese sind in runden- und anatomischen-Formen als auch in verschiedenen Größen verfügbar, womit die Brust nach den Vorstellungen und Wünschen der Patientin geformt werden kann. Moderne Implantate sind äußerst sicher und halten im Gegensatz zu Generationen früherer Implantate ein Leben lang.  

Die Wahl eines für Sie idealen Implantats erfolgt in Absprache mit Ihrem Chirurgen. Dabei werden Faktoren wie die aktuelle Brustgröße und -Form, das Gewebevolumen als auch die Anatomie berücksichtigt. Unser Ziel ist es, Ihnen ein Ergebnis zu liefern, welches Ihnen langfristige Zufriedenheit gibt.

Die genaue Wahl der Implantate wird in der Klinik mit einem 3D-Simulator unterstützt, welcher das zukünftige Erscheinungsbild der Brüste, individuell und je nach Implantat, darstellen kann.

B-Lite - leichte Brustimplantate

B-Lite Silikonimplantate bestehen aus einem mikrosphärenverstärktem Silikongel, welches sich um ein 30% geringeres Gewicht gegenüber herkömmlichen Implantaten auszeichnet. Somit widerstehen diese der Schwerkraft viel länger, was wiederum eine Absenkung der Brust deutlich verlangsamt. Die verfügbaren Formen und Größen als auch das Operationsverfahren entsprechen dem von anderen Brustimplantaten.

Mentor - MemoryGel Xtra

MemoryGel Xtra Implantate eignen sich besonders für schlanke Patientinnen mit sportlicher Figur, die sich eine größere Brust wünschen.
Die Implantate zeichnen sich durch eine schmalere Basis und eine größere Projektion nach Basisbreit aus. Somit ist mehr Fülle als bei Brustimplantaten anderer Hersteller möglich. Aufgrund der schmaleren Basis sind die Ränder weniger spürbar, wodurch sich die Brust natürlicher anfühlt. Dank dem zusammenhaltenden MemoryGel in den Xtra Silikonkissen fühlen sich die Implantate wie weiches, natürliches Brustgewebe an. Dies zeigt auch eine Studie mit Teilnehmern, deren Augen verbunden wurden, bei der sich 9 von 10 Teilnehmern für diese Implantate entschieden haben. Ein weiterer Vorteil ist eine stärkere Füllung die zu einer erhöhten Festigkeit und Formstabilität führt. Daher tritt eine Faltenbildung (Rippling) am Implantat seltener auf.

Motiva - Ergonomix / TrueFixation

Motiva Ergonomix Implantate mit ProgressiveGel Ultrima® wurden so entwickelt, dass diese sich den Bewegungen der Trägerin anpassen. In liegender Position ist die Form ründlich und beim stehen ändert sich diese in eine natürliche, tropfenartige Silhouette. Die Implantate fühlen sich besonders weich und natürlich an. Im Ergebnis bilden diese Implantate eine natürliche Brust ab, sowohl vom Aussehen, als auch vom Gefühl und den Bewegungen.

Motiva anatomical True Fixation Implantate sind besonders resistent gegen das Risiko einer Implantat-Rotation. Aufgrund einer speziellen Außenhülle kann das Entzündungsrisiko, von texturierten Hüllen, vermieden werden. Die anatomische Form der Implantate, verleiht der Brust ein besonders natürliches Aussehen.

Motiva Q Inside® ist der weltweit erste Mikro-Transonder, welcher eine elektronische Seriennummer (ESN) mit Implantat-Informationen wie dem Erstellungsdatum, Implantat-Typ, Volumen, etc. vermittelt. Dieser kann in die Motiva-Implantate integriert werden.

Reis-Test

Um Ihnen eine Vorstellung von ihrer zukünftigen Oberweite zu geben und die Zufriedenheit der gewählten Implantat-Größen zu erhöhen, empfehlen wir Ihnen vor der Besprechung mit Ihrem Chirurgen den so genannten Reis-Test. Füllen Sie Reis in jeweils zwei knielange Nylonstrümpfe und verknoten diese anschließend. Platzieren Sie diese dann in einem ungepolsterten BH oder Sport-BH. Tragen Sie diesen dann für 1-2 Tage in Ihrem typischen Alltag. Variieren Sie die Reismenge und achten auf das Aussehen und ihr Gefühl bis Sie ihre gewünschte Größe gefunden haben.

1 Unze (28Gramm) Reis entspricht in etwa 30cc. Somit entsprechen 150 Gramm Reis einem 150cc-Implantat, was wiederum einer Körbchengröße mehr entspricht.

Implantatformen

Ob runde oder anatomische Implantate gewählt werden, hängt sowohl von den Wünschen und Vorstellungen der Patientin als auch den anatomischen Voraussetzungen ab. Daher wird die gewählte Form und Projektion gemeinsam mit dem Arzt besprochen.

Runde Implantate

Runde Implantate geben der Brust ein gleichmäßiges Volumen. Daher wirkt die Brust im Profil und im Dekolleté voller und „sexy“. Zunächst wird vom Arzt die Basis-Breite des Implantats in Abhängigkeit von den anatomischen Gegebenheiten bestimmt. Anschließend wird die Projektion gewählt, mit der je nach Wunsch ein volleres oder dezenteres Ergebnis erzielt wird.

Im unbekleideten Zustand kann sich unter Umständen der Einsatz des Implantats erahnen lassen. Bei kleineren und mittleren Implantatgrößen (150-250 Gramm), wenn diese unter dem Brustmuskel platziert wurden, spielt dieser Aspekt jedoch keine entscheidende Rolle, da die Implantate durch den Druck des Brustmuskels im oberen Pol ohnehin in eine natürliche Form gepresst werden. Viele Frauen wünschen sich jedoch ganz bewusst einen etwas künstlicheren Effekt.

Anatomische Implantate

Anatomische Implantate erinnern an die Form eines Tropfens, da diese im oberen Teil weniger Volumen haben als im unteren. Dadurch folgt das Brustimplantat besser den naturgegebenen Linien des Körpers und die Brust sieht insgesamt natürlicher aus.

Damit die Implantate ihre spezielle Form auch beibehalten, werden sie in der Produktion sehr stark in Form gepresst. Dies hat den Nachteil, dass diese sich danach nicht mehr gut formen lassen, wodurch selbst mit einem Push-Up-BH nur begrenzt viel Dekolleté erzeugt werden kann.

Projektionstypen

Neben der Implantat-Form spielt die Projektion der Implantate eine weitere wesentliche Rolle bei der Wahl der Implantate. Die Projektion stellt die Höhe bzw. das Profil des Implantats dar.
Es gibt low-profile, moderate-profile, high-profile und extra-high-profile Implantate.

Positionierung der Implantate

Bei der Positionierung des Implantats gibt es verschiedene Herangehensweisen. Grundsätzlich wird zwischen submuskulärer (unter dem Brustmuskel) und subglandulärer (über dem Brustmuskel) unterschieden. Eine subfasciale Methode, bei der das Implantat unter die Muskelfaszie platziert wird, ist ebenfalls möglich. Welche Methode in Frage kommt, hängt sowohl von den individuellen anatomischen Beschaffenheiten der Brust als auch dem Patientenwunsch ab. Zusammen mit dem Chirurgen wird dies besprochen werden.

Über dem Brustmuskel (ÜBM)

Brustvergrößerungen mit einer Positionierung über dem Brustmuskel bieten die Möglichkeit einer deutlich größeren Projektion pro Implantatvolumen, was dem Wunsch einiger Patientinnen entspricht. Ebenfalls kann für Frauen mit schwachem Bindegewebe und genügend Eigengewebe ein besseres Ergebnis erzielt werden, da sich das Implantat besser einbetten lässt. Für besonders athletische Frauen oder Bodybuilderinnen, die Implantatverformungen durch Muskelkontraktion vermeiden wollen, ist diese Positionierung ebenfalls empfehlenswert.

Vorteile:

  • schnelle Operationszeit
  • einfachere Positionierung
  • größere Implantate möglich
  • kurze Heilungsphase
  • weniger Schmerzen und Spannungsgefühle als bei UBM

Nachteile:

  • weniger geeignet für sehr schlanke Patientinnen, da bei geringem Gewebeanteil das Implantat leicht sichtbar/tastbar sein kann
  • Je nach Größe des Implantats kann ein unnatürlicher Übergang vom Implantat zum Brustgewebe auftreten
  • Bottomingn-out Risiko (Verrutschen des Implantats)

Unter dem Brustmuskel

Brustvergrößerungen mit einer Positionierung unter dem Brustmuskel bieten ein natürlicheres Gefühl und Erscheinungsbild, da die Konturen des Implantats äußerlich nicht sichtbar sind. Diese Methode eignet sich besonders für sehr schlanke Patientinnen mit wenig Eigengewebe. Dabei wird in der Brustmuskulatur eine Art Tasche gebildet, in die das Implantat eingesetzt wird. Dadurch entsteht eine schöne und natürliche Brustform.

Bei dieser Methode ist die mögliche Implantatgröße, durch anatomische Gegebenheiten, limitiert. Sollten besonders große Implantate gewünscht sein, werden zunächst kleinere Implantate zum Dehnen des Muskels eingesetzt, die später durch größere Implantate in der geweiteten Tasche ersetzt werden.

Vorteile:

  • Natürlichere Brustform, da die Implantate nicht sichtbar sind
  • Brust fühlt sich weicher und natürlicher an, da das Implantat nicht tastbar ist
  • stabiler Halt durch das Muskelgewebe
  • Geringeres Risiko einer Absenkung des Implantats
  • geringeres Risiko einer Kapselfibrose (verhärtete, bindegewebsartige Kapsel, die sich um das Implantat bildet und Schmerzen erzeugt)
  • Geringere Kantensichtbarkeit

Nachteile:

  • Aufwändigere OP-Technik
  • Längere Heilungsphase
  • vorübergehende Schmerzen und Spannungsgefühle können nach der OP auftreten
  • Starke Muskelanspannungen können sich auf das Implantat auswirken

Zugangsarten

Inframammärer Zugang (Brustfalte)
Beim Inframammäre Zugang wird das Implantat über eine 3-4cm lange Öffnung in der Brustfalte unter dem Busen, einfach und sicher unter oder über den Muskel geschoben. Dies ist die gängigste und verbreitetste Methode, da diese Technik als sehr sicher gilt und eine Verletzung der Milchgänge minimiert wird. Jedoch bleibt eine Narbe in der Brustfalte bestehen, welche in liegender Position sichtbar sein kann.

 

Axilliärer Zugang (Achselhöhle)
Beim Axiliären Zugang wird ein ca. 3cm langer Schnitt in eine natürliche Falte der Achselhöhle gesetzt. In diese führt der Chirurg ein endoskopisches Spezialinstrument mit eingebauter Kamera bis zur Brust ein. Mit diesem wird die zukünftige Implantattasche zunächst eingesehen und dann präpariert. Durch die axilliäre Öffnung wird anschließend das Implantat eingeführt und an der geplanten Stelle platziert. Dieser Zugangsweg ist minimal-invasiv und ermöglicht kaum sichtbare Narben. Sensibilitätsstörungen der Brust treten bei dieser Zugangsmethode seltener auf.

 

Periareolärer Zugang (Brustwarze)
Beim periareolären Zugang wird das Implantat durch einen halbmondfärmigen Schnitt um den Brustwarzenhof in eine präparierte Tasche (meistens auf dem Brustmuskel) platziert. Dieser verhältnismäßig schwierige Eingriff eignet sich nur für kleine Implantate oder leeren Kissen, die nachträglich gefüllt werden. Der große Vorteil dieser Methode ist, dass die entstehende Narbe weitestgehend unsichtbar bleibt. Ob diese Zugangsart gewählt werden kann, hängt von der Beschaffenheit und Größe des Brustwarzenhofs ab. Es besteht das Risiko von Verletzungen der Milchgänge, was späteres Stillen beeinträchtigen kann.

Welcher Schnitt ist der Beste zur Brustvergrößerung mit Implantaten?
Der periaeroläre Zugang in der Brustfalte ist besonders weit verbreitet und gilt heute als Standard bei Brustvergrößerungen. Die optimale Wahl des Zugangs ist individuell unterschiedlich und hängt zum einen von den anatomischen Voraussetzungen als auch von den Wünschen der Patientin ab.

Welche Schnittführung hinterlässt die unauffälligste Narbe?
Ein kleiner Schnitt am Rande vom Brustwarzenhof ist die unauffälligste Narbe. Allerdings kann diese Art der Brustvergrößerung nicht bei jeder Frau durchgeführt werden, da der Brustwarzenhof eine gewisse Größe benötigt.

Welcher Zugang ist am schonendsten?
Als sicherste und schonendste Methode gilt der Zugang über die Unterbrustfalte. Der Zugang über den Warzenhof birgt das Risiko von Verletzungen der Milchgänge, was späteres Stillen beeinträchtigen kann.

Brustvergrößerung mit Eigenfett

Seit den 1990er Jahren kommt die Brustvergrößerung mit Eigenfett zum Einsatz, welche seit dem eine positive Entwicklung sowohl in ästhetischer als auch medizinischer Hinsicht genommen hat. Bei dieser Methode wird körpereigenes Fett entnommen und direkt unter die Brusthaut injiziert. Dieses wird meistens von Körperstellen entnommen, welche über ausreichend Fettreserven verfügen, wie z.B. dem Bauch, den Beinen oder der Hüfte. Dazu werden die Fettzellen unter Vollnarkose schonend abgesaugt und dann in Behältern aufgefangen. Anschließend werden die Fettzellen in kleine Spitzen gefüllt um von diesen mit dünnen Kanülen gleichmäßig im Gewebe verteilt zu werden. Dank neuester Forschungen ist eine Beimischung von Stammzellen möglich, wodurch die eingebrachte Lösung in kurzer Zeit neue Blutgefäße bildet und besser in das Gewebe einwächst. Dies führt zu einer zuverlässigen und dauerhaften Volumenerhöhung. Besonders geeignet ist dieser minimal-invasive Eingriff für die Modellierung hängender oder asymmetrischer Brüste als auch für die Vergrößerung kleiner Brüste. Das Endergebnis ist ca. 6-12 Monate nach dem Eingriff final sichtbar.

Wie lange hält die Brustvergrößerung mit Eigenfett?
Das durch eine Brustvergrößerung mit Eigenfett gewonnene Brustvolumen ist dauerhaft, da einmal angewachsene Fettzellen bleiben. Jedoch werden erfahrungsgemäß ca. 20-30% der injizierten Fettzellen vom Brustgewebe nicht angenommen.

Wie viel mehr an Volumen kann erzielt werden?
Wenn alle Voraussetzungen stimmen und ausreichend Fettreserven vorhanden sind, ist eine Vergrößerung um eine Körbchengröße realistisch. z.B. von einem A-Körbchen zu einem B-Körbchen.

Kann ich eine Brustvergrößerung mit Eigenfett auch mehrfach durchführen lassen?
Eine Brustvergrößerung mit Eigenfett kann mehrfach durchgeführt werden. Eine Schrittweise Vergrößerung ist somit möglich.

Ist eine Brustvergrößerung mit Eigenfett risikoärmer als mit Implantaten?
Die Brustvergrößerung mit Eigenfett gilt als risikoärmer als eine Vergrößerung mit Implantaten, da das Risiko einer Kapselfibrose gänzlich entfällt. Jedoch lässt sich sagen, dass heutzutage das Risiko einer Kapselfibrose bei der Verwendung von Implantaten sehr gering ist, da die Qualität der Implantate mittlerweile sehr hoch ist und die OP-Verfahren immer schonender werden.

Operationsablauf

Die Operation wird unter einer Vollnarkose durchgeführt und dauert ca. 60 Minuten.

Die Implantate werden über einen kleinen Schnitt (3-4cm) in der Brustfalte, der Achselhöhle oder dem Brustwarzenhof eingesetzt. An diesen Stellen lässt sich die Narbe natürlicher einfügen und bleibt weitestgehend verborgen. Im Laufe der Zeit verblasst die Narbe weiter.

Nach der Operation wird der Patientin ein medizinischer Kompressions-BH angelegt, welcher die Implantate an der eingesetzten Stelle hält und diese schont. Dieser BH muss während der ersten Tage zu Hause weiter getragen werden.

Um entstehende Schmerzen nach dem Abklingen der Anästhesie zu lindern, werden Schmerzmittel verabreicht.

Bei der Brustvergrößerung handelt es sich um einen verhältnismäßig kurzen chirurgischen Eingriff, bei dem die Patientin eine Nacht in der Klinik bleiben sollte. Dies hat den Vorteil, dass Sie besonders in der ersten Heilungsphase weiter medizinisch betreut und optimal versorgt wird. Vor der Entlassung findet noch eine Nachuntersuchung statt, bei der die Wunde kontrolliert wird. Eventuell notwendige Drainagen, durch die Wundflüssigkeit und Blut ablaufen können, werden dann ebenfalls entfernt.

Heilungsverlauf

  • Wie lange man arbeitsunfähig ist, unterscheidet sich von Frau zu Frau und hängt auch von dem Beruf ab. Manche Frauen fühlen sich bereits nach 3-4 Tagen fit genug um zur Arbeit zu gehen. Dennoch wird empfohlen, sich für mindestens 1-2 Wochen Urlaub zu nehmen. Bei körperlich anstrengenden Berufen ist eine längere Pause von mindestens 3 Wochen sinnvoll. Dies sollte mit dem Arzt besprochen werden. Genügend Erholung ist für einen reibungslosen Heilungsprozess hilfreich.
  • Es werden selbstauflösende Fäden für die Nähte verwendet, die sich nach 10-14 Tagen von selber auflösen. Ein ziehen der Fäden ist somit nicht notwendig. 
  • Der Heilungsprozess einer Brustvergrößerung mit Eigenfett verläuft deutlich schneller als der mit Implantaten. 
  • Die Einschnitte für die Einsetzung der Implantate hinterlassen kleine Narben, die im Laufe der Zeit verblassen. 
  • Schwellungen, Spannungen und Blutergüsse klingen in der Regel innerhalb von 2 Wochen ab. Dies kann in manchen Fällen jedoch bis zu 6 Wochen dauern. 
  • Das endgültige Ergebnis ist nach 6 bis 12 Monaten sichtbar. 
  • In der ersten Woche nach der Operation können Schmerzen auftreten. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Schmerzmittel für Sie geeignet sind. in der Regel sollte Ibuprofen ausreichen. Gerinnungshemmende Medikamente wie Aspirin dürfen nicht verwendet werden! Die Kühlung der betroffenen Stellen kann die Schmerzen lindern. Nach 6-7 Tagen sollten die Schmerzen soweit abgeklungen sein, dass weder Schmerzmittel noch Kühlungen weiterhin notwendig sind. 
  • Bei Unklarheiten, Schmerzen oder wenn etwas merkwürdiges auffällt, sollte umgehend der Arzt kontaktiert werden.

Komplikationsmöglichkeiten

Eine Brustvergrößerung ist der verbreitetste chirurgische Eingriff und zählt daher zu den Routineeingriffen. In den vergangenen Jahren wurden die Operationsmethoden stetig weiterentwickelt, wodurch die Operation mittlerweile als relativ risikoarm angesehen werden kann. Durch optimierte Produktionstechniken und verbesserte Materialien, konnte die Qualität der Implantate deutlich gesteigert werden, wodurch ein platzen, reissen oder auslaufen der Implantate heutzutage nahezu ausgeschlossen werden kann. Im Gegensatz zu Implantaten älterer Generation wird von modernen Marken-Implantaten eine lebenslange Haltbarkeit erwartet.

Komplikationen sind heutzutage dank dem medizinischen Fortschritt zwar unwahrscheinlich, können dennoch wie bei jedem chirurgischen Eingriff auftreten.

Dazu zählen während der Operation allergische Reaktionen oder Komplikationen mit dem Anästhetikum. Während der Heilungsphase kann es zu Nachblutungen, Wundheilungsstörungen, Infektionen oder Gefühlsbeeinträchtigungen an der Brustwarze kommen. Um die Risiken zu minimieren, sollten die Hinweise zur Nachsorge/Pflege möglichst genau befolgt werden. Bei Unklarheiten, Schmerzen oder wenn etwas merkwürdiges auffällt, sollte umgehend der Arzt kontaktiert werden.

Ein spezifisches Risiko einer Brustvergrößerung mit Implantaten ist eine Kapselfibrose. Während des natürlichen Heilungsprozesses bildet sich normalerweise eine weiche Kapsel aus Bindegewebe um das Implantat. In äußerst seltenen Fällen kann es zu einer Fremdkörperreaktion kommen, bei der sich das Bindegewebe zusammenzieht und sich somit eine verhärtete oder verdickte Kapsel bildet. Diese kann im schlimmsten Fall zu Schmerzen, einer Verlagerung des Implantats oder einer Verformung der Brust führen. Die Verhärtung kann erfühlt werden. In 5% der auftretenden Fälle einer Kapselfibrose, ist ein erneuter Eingriff erforderlich.

Bei der Wahl von anatomischen Implantaten sollte beachtet werden, dass bei Frauen mit weichem Gewebe oder die sehr sportlich sind, ein leichtes Risiko einer späteren Implantat-Rotation bestehen kann. Runde Implantate werden hingegen immer wieder in dieselbe Form gedrückt.

FAQs

1. Müssen die Implantate irgendwann ausgetauscht werden?

Während bei Implantaten vergangener Generationen ein Implantatwechsel nach 10 Jahren empfohlen wurde, müssen moderne Marken-Implantate nicht mehr ausgetauscht werden. So lange kein persönlicher Wunsch nach einer Veränderung der Implantatgröße und auch keine Komplikationen auftreten, besteht kein Grund zum Austausch der Implantate.

2. Wie sicher sind Brustimplantate?

Moderne Marken-Implantate sind mit einem dicht vernetzten Silikongel gefüllt. Wohingegen Brustimplantate vergangener Generationen lediglich mit einem flüssigen und nicht formstabilen Gel gefüllt waren.


3. Ab welchem Alter kann eine Brustvergrößerung durchgeführt werden?

Grundvoraussetzung für eine Brustvergrößerung ist eine vollständig entwickelte Brust. Ein Mindestalter von 18 Jahren sollte ebenfalls erreicht sein.

4. Brustoperation und Schwangerschaft

Frauen, die eine Schwangerschaft planen, sollten den Zeitpunkt ihrer Brustvergrößerung sorgfältig abwägen. Eine Schwangerschaft führt zu Veränderungen des Brustvolumens und der Brustform, was sich wiederum negativ auf das Operationsergebnis auswirken könnte. Nach der Entbindung sollte mindestens 6 Monate mit der Brustoperation gewartet werden.

5. Kann die Stillfähigkeit oder Fruchtbarkeit beeinflusst werden?

Eine Brustvergrößerung hat keinerlei Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Die Stillfähigkeit wird ebenfalls nicht beeinträchtigt.

Bei der selten gewählten periaerolären Zugangsmethode, bei der das Implantat durch die Brustwarze eingesetzt wird, besteht ein geringes Risiko einer Beschädigung der Milchkanäle. Dies könnte schlimmstenfalls  zu einer Beeinträchtigung der Stillfähigkeit führen.

6. Wird die Brustwarze bei einer Brustvergrößerung beeinträchtigt?

Im Zuge einer Brustvergrößerung werden die Brustwarzen im Hinblick auf die Formveränderung und den Volumenzuwachs in der Regel nach oben versetzt. Die Schnitte um die Brustwarze sind dabei minimal, sodass die zurückbleibenden Narben klein und unauffällig bleiben. Bei guter Narbenpflege heilen diese schnell ab. Mögliche Empfindungsstörungen klingen in der Regel nach einiger Zeit ab. Die Stillfähigkeit bleibt erhalten.

7. Kann ein dauerhaftes Operationsergebnis erwartet werden?

Die Brustvergrößerung ist dauerhaft, dennoch kann sich das Erscheinungsbild im Laufe der Zeit verändern. Sowohl durch die Schwerkraft als auch natürliche Veränderungen der Brust können eine optische Veränderung des Erscheinungsbildes beeinträchtigen.

8. Bleiben dauerhafte Narben zurück?

Bei einer Brustvergrößerung entstehen zwar dauerhafte Narben, die jedoch mit einer guten Pflege nach der Operation gut verheilen und im Laufe der Zeit verblassen. Somit sind diese kaum sichtbar. Desweiteren werden die Zugänge für den Einsatz der Implantate so gewählt, dass die Narben möglichst verborgen bleiben. Die unauffälligste Narbe entsteht beim Zugang über den Brustwarzenhof. Bei der Zugangmethode über die Achselhöhle, wird die Narbe vom Arm verdeckt. Beim Zugang über die Unterbrustfalte, bleibt die Narbe durch den Schatten der Unterbrustfalte weitestgehend verborgen. Lediglich in liegender Lage kann die Narbe unter Umständen sichtbar werden.

9. Ist eine Vollnarkose notwendig? Wann kommt eine örtliche Betäubung in Frage?

In der Regel findet eine Brustvergrößerung mit Implantaten unter Vollnarkose statt und ist mit einer Übernachtung in der Klinik verbunden. Brustvergrößerungen mit Eigenfett können unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden, da bei dieser Methode lediglich körpereigene Fettzellen in die Brust injiziert werden.

10. Ist eine Brustvergrößerung schmerzhaft?

Jeder Mensch hat ein unterschiedliches Schmerzempfinden. Ein erfahrener Arzt wird das Brustgewebe möglichst schonend behandeln, um mögliche Schmerzen zu minimieren. Eine Platzierung der Implantate unter dem Brustmuskel, führt erfahrungsgemäß zu etwas stärkeren Schmerzen als andere Methoden. Auftretende Spannungsgefühle und Druckschmerzen können mit Schmerzmitteln behandelt werden und klingen in der Regel nach einer Woche ab.

11. Gibt es ein erhöhtes Brustkrebs-Risiko?

Moderne Röntgentechniken ermöglichen heutzutage bei der Brustkrebsvorsorge auch für Frauen mit Implantaten genaueste Ergebnisse.

Bisher konnte kein Zusammenhang zwischen Brustimplantaten und Brustkrebs nachgewiesen werden. Meldungen über ein erhöhtes Brustkrebsrisiko bei der Verwendung texturierter oder Polyurethanschaum(PU)-Beschichteter Implantate, konnten in keinen wissenschaftlich fundierten Studien bestätigt werden. 

12. Erhält man ein ärztliches Attest für die Operation?

Da es sich in der Regel um eine rein ästhetische und somit um keinen medizinisch notwendigen Eingriff handelt, kann kein medizinisches Attest ausgestellt werden. Daher sollte für diese Operation Urlaub genommen werden. Sollte es sich um eine medizinisch notwendige Operation (z.B. Mastektomie nach Brustkrebs) handeln, erhalten Sie gerne ein ärztliches Attest.

13. Werden die Kosten von der Krankenversicherung übernommen?

Im Falle einer rein ästhetisch begründeten Brustoperation, werden die Kosten nicht von der Krankenkasse getragen.

Sollte es sich um eine rekonstruktive Operation nach einer Mastektomie handeln, werden die Kosten oftmals übernommen oder bezuschusst. Bei angeborenen Deformationen, fehlenden Brustdrüsen, extremen Asymmetrien und einer damit einhergehenden enormen psychischen Belastung (sollte von einem Psychologen attestiert sein), ist eine Kostenübernahme ebenfalls möglich.

In diesen Fällen wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenkasse, um weitere Informationen zu einer Kosten-/Teil-Kosten Übernahme zu erhalten.

14. Hat eine starke Körpergewichts-Veränderung einen Einfluss auf die operierten Brüste?

Ob eine Veränderung des Körpergewichts einen Einfluss auf die Form und Größe des Busen hat, unterscheidet sich individuell von Frau zu Frau. So lange die Gewichtsveränderung in einem überschaubaren Rahmen ist, dürfte optisch kaum ein Unterschied erkennbar sein. Massive Gewichtsschwankungen mit einhergehenden Veränderungen des Brustgewebeanteils, können jedoch negative Auswirkungen auf die Ästhetik haben. So können sich z.B. die Implantate durch die Gewebeerschlaffung absenken oder die Position der Brustwarzen verändern. Ebenso können sich die Implantat-Ränder stärker abzeichnen und die Wahrscheinlichkeit eines Hautfaltenwurfs an der Brust (Rippling) erhöht sich. 

15. Werden bei einer Brustvergrößerung Drainagen gelegt?

Drainagen ermöglichen das Ableiten von Flüssigkeiten. Durch einen Sog wird Wundwasser und Blut über einen Schlauch aus der Implantattasche geleitet. Während vor einigen Jahren noch alle Brustvergrößerungen mit Drainagen durchgeführt wurden, sind diese mit den modernen Operationsmethoden nicht mehr zwangsläufig notwendig. Je nach OP-Technik wird nur wenig Wundwasser gebildet und kaum Blut freigesetzt, so dass der Körper dieses auch ohne Drainagen innerhalb weniger Tage selber abbauen kann. Jedoch können Schwellungen somit druckempfindlicher sein. Gegen Drainagen spricht ein erhöhtes Infektionsrisiko, da für die Implantate über die Drainagen eine Verbindung zur unsterilen Außenwelt besteht. Einige Patientinnen haben Angst vor dem Schmerz bei der Entfernung dieser. In der Regel werden die Drainagen am Tag nach der Operation gezogen.

Ob Drainagen verwendet werden, hängt von den individuellen Voraussetzungen, der gewünschten Operations-Methode, der Wahl der Implantatgröße, sowie von den Präferenzen und Erfahrungen des Chirurgen ab. Für einen reibungslosen Behandlungserfolg und Heilungsverlauf kommt es weniger auf die Verwendung von Drainagen an, als auf die Erfahrung des Chirurgen, die Verwendung hochwertiger Marken-Implantate als auch eine optimale Nachsorge.

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